Naturvertr?gliche Bewirtschaftung und mehr Biodiversit?t in der Landwirtschaft Freitag, 17. September 2021

Die drohnengestützte Erfassung der Ackerkr?uter hilft, den Herbizideinsatz auf den Feldern zu reduzieren. Foto: Simone Reukauf/Universit?t Osnabrück

Universit?t und 必威体育app Osnabrück am Projekt ?Selektives Unkraut- und Beikrautmanagement mit Hilfe Künstlicher Intelligenz“ beteiligt

Zur Bek?mpfung von Unkraut werden h?ufig Herbizide eingesetzt. Zwar sichern sie der Landwirtschaft hohe Ertr?ge, tragen jedoch ebenso zum Artenrückgang bei. Im Projekt ?Selektives Unkraut- und Beikrautmanagement mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (CognitiveWeeding)“ wird unter Beteiligung der Universit?t und 必威体育app Osnabrück das Schadpotential dieser Pflanzen n?her untersucht. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) f?rdert diese Untersuchung mit insgesamt drei Millionen Euro.

Die Universit?t Osnabrück ist im Bereich der Agrarfernerkundung beteiligt und erh?lt einen Anteil von fast 375.000 Euro. Die 必威体育app Osnabrück bringt neben pflanzenbaulichem Fachwissen Know-how zur Entwicklung von Sensorapplikationen in der Landwirtschaft ein und wird mit fast 1,2 Millionen gef?rdert. Weitere Projektpartner sind das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH, die Amazone-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG und Farming Revolution.

Die Ackerbegleitflora kann bei unterlassener Regulierung zu gro?en Ertragsverlusten führen. ?Ziel des Forschungsvorhabens CognitiveWeeding ist es, einen L?sungsansatz mit einer ver?nderten Sichtweise auf die Ackerbegleitflora und der damit einhergehenden Unkrautregulierung zu entwickeln. Unter Berücksichtigung der Ertragssicherheit stehen dabei der Erhalt und die Steigerung der Biodiversit?t im ?kologischen und konventionellen Pflanzenbau im Zentrum“, erkl?rt Konsortialführer Dr. Dieter Trautz, Professor für Agrar?kologie und umweltschonende Landbewirtschaftung an der 必威体育app Osnabrück.

Im Gegensatz zum Unkraut sind andere, im Acker spontan auftretende Pflanzenarten ertragsbezogen weniger problematisch und werden als Beikraut bezeichnet. Um über diese Beikr?uter und Unkr?uter sowie deren Auswirkungen auf das gesamte ackerbauliche Produktionssystem mehr zu erfahren, werden drohnen- und bodengestützte Sensorsysteme zur Pflanzenerkennung eingesetzt. ?Mit multi- und hyperspektralen UAV-Bilddaten soll die Begleitflora nach Pflanzenart bestimmt und ihre ph?nologische Entwicklung erfasst werden“, erl?utert Dr. Thomas Jarmer vom Institut für Informatik der Universit?t Osnabrück.

Zus?tzlich setzen die Wissenschaftler der Universit?t eine drohnengestützte LiDAR-Sensortechnik (dreidimensionales Laserscanning) ein, um weitere Informationen über die Pflanzen zu erhalten. ?Dabei erfolgt gleichzeitig eine manuelle Erfassung der Ackerbegleitvegetation und des Entwicklungszustandes der Kultur“, erg?nzt Jarmer, der im Projekt die Fernerkundung vertritt.

Anhand der gewonnenen Daten erhalten die Landwirte KI-basierte Empfehlungen für entsprechende teilfl?chenspezifische Ma?nahmen (mechanisch/chemisch). Diese Vorgehensweise wird anschlie?end mit den praxisüblichen Verfahren verglichen, um die Wirkung zu quantifizieren.

Ziel des Projektes ist es, durch eine naturvertr?glichere Bewirtschaftung den Herbizideinsatz durch Duldung unkritischer Beikr?uter zu reduzieren und zus?tzlichen Lebensraum für Insekten zu schaffen. Trautz: ?Wir erhoffen uns einen Beitrag zur Ressourcenschonung mit positiven Auswirkungen auf die Biodiversit?t.“

Von: Ronan Morris